Liebe Mitglieder, liebe Unterstützer*innen,
wenn wir auf das Jahr 2025 zurückblicken, dann vor allem mit einem Gefühl: Dankbarkeit. Hinter dem, was im Bunker passiert, stehen nicht „Strukturen“, sondern Menschen – die mitdenken, anpacken, Verantwortung übernehmen und auch dann dranbleiben, wenn es kompliziert wird. Als Vorstand sind wir sehr zufrieden mit dem, was wir gemeinsam ehrenamtlich in unserer Freizeit auf die Beine gestellt haben. Danke an alle aktiven Mitglieder, an die AG-Leitungen, an alle helfenden Hände im Hintergrund und an alle, die den Bunker als Kulturort mit Leben, Haltung und Verlässlichkeit füllen.
Finanziell stehen wir insgesamt solide da. Gleichzeitig merken wir deutlich: Mehr zahlende Mitglieder – insbesondere Fördermitglieder – wären für uns ein echter Hebel, um langfristiger planen und größere Schritte gehen zu können. Auch Sponsoren wären natürlich ein Traum, gerade für Themen, die nicht „nebenbei“ wachsen, sondern Investitionen brauchen. Besonders erfreulich ist, dass die AG Konzerte im Jahr 2025 sehr gut für sich selbst gewirtschaftet hat und dadurch den Verein gewissermaßen auch finanziell unterstützen konnte. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie professionell dort gearbeitet wird. Auf der anderen Seite bleibt Technik häufig der Bereich, in dem trotz großer Anforderungen nur wenig Geld für Neuanschaffungen vorhanden ist. Umso wichtiger ist die Unterstützung durch Ingo Strieck und Mark Jenderny, den Betreibern des Bunkers (”VEB GmbH Rostock”), welche uns dort helfen, wo es möglich ist – dafür möchten wir ausdrücklich Danke sagen.
Inhaltlich war 2025 vor allem ein starkes Jahr für unsere Konzertarbeit. Unter der Leitung von Steffi Biederstädt hat die AG Konzerte nicht nur die Doomstone-Reihe im Bunker weitergeführt, sondern auch Neues gewagt: Im Sommer fand das erste „Dooomstone“-Festival außerhalb des Bunkers statt – auf dem Kulturhof Letschow, mit insgesamt 270 Besucher*innen und fünf Bands. Im Bunker selbst gab es sechs Konzerte der Doomstone-Reihe mit insgesamt 13 Bands. Zusätzlich wurden zwei weitere Konzerte im Rahmen der „Open The Gate“-Reihe mitorganisiert. Darüber hinaus hat die AG auch bei zwei Live-Veranstaltungen externer Veranstalter ehrenamtlich unterstützt und insgesamt neun Karaoke-Veranstaltungen im Bunker mit begleitet. Das alles ist nicht nur „Programm“, sondern echte Kulturarbeit – mit Planung, Kommunikation, Technik, Logistik und sehr viel Liebe zum Detail.
Auch die AG Technik unter der Leitung von Tilmann Felgner hat 2025 enorm viel geleistet – oft eher im Hintergrund, aber spürbar für alles, was im Haus funktioniert. Es gab unzählige kleinere Reparaturen und Instandsetzungen an vorhandener Veranstaltungstechnik, außerdem eine Inventur und ein großes Aufräumen bzw. Strukturieren des Techniklagers. Ein Schwerpunkt lag außerdem auf Dokumentation: Es wurden viele Abläufe, Veranstalterhinweise und technische Grundlagen schriftlich festgehalten, damit Wissen nicht an einzelnen Personen hängt, sondern für alle zugänglich ist. Begleitend dazu war die AG ständig dabei, auf Brand- und Lärmschutz hinzuweisen und diese Themen im Alltag praktisch mitzudenken. Besonders freut uns, dass im Laufe des Jahres weitere Vereinsmitglieder angelernt wurden, die nun aktiv in der Technik-AG mitarbeiten – das ist ein zentraler Schritt für Stabilität und Entlastung.
Im Bereich Netzwerk und IT wurden 2025 echte Grundlagen geschaffen. Der gesamte Bunker wurde auf allen Ebenen mit Gigabit-Netzwerk ausgestattet. Zusätzlich wurde ein modernes WLAN ausgerollt, das hunderte Gäste gleichzeitig bewältigen kann und sowohl die Verbindung zur Außenwelt als auch die interne Kommunikation bis in die letzte Ecke ermöglicht – ein entscheidender Faktor, weil die massiven Bunkerwände Mobilfunk zuverlässig ausbremsen und stabile interne Kommunikation auch für Security eine große Rolle spielt. Die Überwachungskameras wurden erneuert und erweitert, bei gleichzeitig klarer Linie: Die Dancefloors bleiben weiterhin bewusst ohne Kameraüberwachung. Als Vorbereitung für smarte Steuerungstechnik wurden außerdem verschiedene Sensoren verbaut, und es entstand ein kleines Mini-Rechenzentrum mit einigen Servern – als Basis für zukünftige Steuerungsthemen, aber auch perspektivisch als Multimedia-Server für den Betrieb.
In diesem Zusammenhang möchten wir auch erwähnen, dass wir als gemeinnützige Organisation bei den Nonprofit-Programmen von Google Workspace, Microsoft Azure und GitHub angemeldet sind und deren Services deshalb kostenlos nutzen können. Dafür sind wir sehr dankbar – das erleichtert unsere Arbeit spürbar, gerade bei IT, Dokumentation, Infrastruktur und Zusammenarbeit.
Auch tontechnisch wurde 2025 kontinuierlich weiterentwickelt. Neben Wartung und Instandsetzung gab es fortlaufende Lärmschutzmessungen während Veranstaltungen. Gleichzeitig wurden Zugangsbeschränkungen verbessert – sowohl physisch als auch digital – um Manipulation zu erschweren und das Setup verlässlicher & auflagenkonform zu halten. Auf einem der Dancefloors wurde eine Delay Line installiert, um den Klang zu verbessern und die Front-Lautsprecher zu entlasten. Zudem wurde eng mit unterschiedlichen Veranstaltern zusammengearbeitet, unter anderem über Soundchecks, um auf die jeweilige Musikrichtung angepasste Einstellungen für die Tonanlagen zu erstellen. Die geplante Neuanschaffung bzw. Weiterentwicklung der Tontechnik auf dem Bar Floor begleiteten wir ebenfalls beratend
In der AG Medien – ebenfalls unter der Leitung von Tilmann Felgner – wurde vor allem die Außenwirkung professionalisiert. Der Instagram-Account des Bunkers wurde intensiv gepflegt und erreicht pro Monat etwa 50.000 bis 90.000 Profile. Damit Kommunikation einheitlicher und nachvollziehbarer wird, wurden Social-Media-Richtlinien erstellt und dokumentiert. Zusätzlich wurden mehrere digitale Werbetafeln inklusive eigenem Backend im Bunker installiert, um Veranstaltungen im Haus besser sichtbar zu machen und die Bewerbung im Alltag zu erleichtern.
Der Blick nach vorn ist mindestens genauso motivierend. Für 2026 sind weitere Dooomstone-Konzerte und die Unterstützung von Live-Veranstaltungen fest eingeplant, außerdem ein zweites Dooomstone-Festival im Sommer. Im Haus wollen wir weitere physische Maßnahmen für den Lärmschutz angehen – etwa Dämmungen und Akustiklösungen – und den Bühnenbelag erneuern. Außerdem soll ein neuer, schnellerer Internetanschluss, basierend auf Glasfaser, beauftragt werden. Beim Umbau des Barfloors möchten wir weiter beratend unterstützen, aber auch ganz praktisch mit anpacken. Im Medienbereich ist geplant, Social Media auch auf TikTok auszuweiten, um die junge Generation weiterhin zu erreichen. Insgesamt wollen wir die Professionalisierung im Veranstaltungsbereich weiter vorantreiben, zum Beispiel über standardisierte Dokumentation und Schulungen für aktive Mitglieder. Und wir möchten bestehende Aktivitäten – etwa die Tischtennisgruppe – noch stärker in den Verein einbinden, damit das Vereinsleben nicht nur veranstaltungsgetrieben ist, sondern breiter trägt.
Damit all das gelingt, suchen wir weiterhin Unterstützung. Ganz besonders freuen wir uns über Menschen, die Lust haben, aktiv mitzugestalten – egal ob regelmäßig oder punktuell. Hilfe brauchen wir grundsätzlich bei allen genannten Aktivitäten, bei der Organisation und Durchführung weiterer kultureller Veranstaltungen, im Bereich Awareness (Schulungen, Team-Bildung und Begleitung während Veranstaltungen) sowie bei neuen Angeboten an der Schnittstelle von Sport und Kultur.
2025 hat gezeigt, was möglich ist, wenn viele Einzelbeiträge zusammenkommen: ein repariertes Gerät, ein sauber dokumentierter Ablauf, ein gut laufender Konzertabend, stabiles WLAN im Betonlabyrinth – und vor allem ein Verein, der zuverlässig trägt. Danke für euren Einsatz, eure Zeit und eure Energie. Wir freuen uns auf alles, was 2026 bringt – gemeinsam mit euch.
Euer Vorstand
Steffi Biederstädt, Tilmann Felgner & Heinz-Gunter Zimdahl